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Geschichte & Baugeschichte

 
Der heutige Bauzustand der Veste Heldburg ist vor allem das Ergebnis eines in der Mitte des 16. Jahrhunderts groß angelegten Um- und Ausbaus der Burganlage, die als hochmittelalterliche Gründung allerdings eine längere Geschichte und Entwicklung aufweist.

 
Hochmittelalterlicher Amtssitz der Grafen von Henneberg
 
Erste Anhaltspunkte für die Existenz der Veste Heldburg gibt es für die Mitte des 12. Jahrhunderts. Konkret fassbar ist sie aber erst im Urbar Berthold VII. von Henneberg (1272-1340) aus dem Jahr 1317. Als Amtssitz der Grafen von Henneberg diente sie zur Grenzsicherung. Teilbereiche des „Jungfernbaus“ sind aus dieser Zeit erhalten.
 
 
Spätmittelalterlicher Nebensitz der Wettiner
 
Durch Heiratspolitik gelangte die Veste Heldburg 1374 in den Besitz des sächsischen Herrscherhauses Wettin und 1485 an die ernestinische Linie dieses Hauses. Weiterhin ist sie ein grenzsichernder Amtssitz, der Ende des 15./ Anfang des 16. Jahrhunderts ausgebaut wurde. Die später als Kommandanten- und als Heidenbau bezeichneten Bauten entstanden im Zuge dieser Baumaßnahmen.
 
 
Ausbau der Burg in der Frühen Neuzeit
 
Von 1560-64 erfolgte der umfangreiche Um- und Ausbau, der die Burg bis heute prägt. Politisch befand sich die ernestinische Linie der Wettiner in der Mitte des 16. Jahrhunderts in einer sehr unglücklichen Situation. Sie hatte 1547 die Kurwürde an die albertinischen Wettiner abtreten müssen und der regierende Herzog Johann Friedrich II. (der Mittlere) (1529-1595) hatte sich auf die sogenannten Grumbach’schen Händel eingelassen, um die Kurwürde zurück zu gewinnen. Dieser politische Hintergrund prägt das Bildprogramm des damals errichteten Renaissancebaus, der seit der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts „Französischer Bau“ genannt wird und ein Meisterwerk des fürstlichen Baumeisters Nikolaus Gromann (um 1500- 1566) ist.
Die anderen Gebäude sind damals umfangreich umgebaut worden. Gewohnt hat der Bauherr allerdings nie länger auf der Veste Heldburg. 1567 verhängte der Kaiser über ihn die Reichsacht, woraufhin Johann Friedrich II. in Gefangenschaft nach Wien kam.
 
 
Dreißigjähriger Krieg und Festungsausbau
 
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Veste Heldburg mehrmals belagert und erobert. 1664 und 1712 wurden Planungen zum Festungsausbau in Angriff genommen. Übergangsweise war die Veste Residenz des Herzogtums Sachsen-Hildburghausen (1677-1684). Nach wiederholten Überlegungen die Anlage schleifen zu lassen, interessierte sich Herzog Bernhard II. Erich Freund von Sachsen-Meinigen (1800-1882) für die Burg und ließ Abriss- und erste Sanierungsmaßnahmen vornehmen.
 
 
Umbau zum privaten Wohnsitz Ende des 19. Jahrhunderts
 
Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826-1914) baute die Veste Heldburg ab 1875 zum privaten Wohnsitz für sich und seine als nicht standesgemäß betrachtete dritte Frau, die Schauspielerin Ellen Franz (1839-1923) aus. Die damaligen Baumaßnahmen haben die Silhouette der Burg stark verändert und prägen sie bis heute, während die neu geschaffene Innenausstattung des Französischen Baus nur in Fotos, zahlreichen Entwürfen und Inventaren nachvollziehbar ist. Bis 1945 bewohnten Nachkommen Georgs II. von Sachsen-Meiningen die Burg, darunter Regina von Sachsen-Meiningen (1925-2010), die spätere Frau Otto von Habsburgs (1912-2011).
Brand der Veste Heldburg am 7. April 1982 (Foto: Walter Bauer)
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Die Veste Heldburg im 20. Jahrhundert

 
Zur Zeit des geteilten Deutschlands lag die Veste Heldburg im Sperrgürtel der innerdeutschen Grenze auf dem Staatsgebiet der DDR und war nur eingeschränkt zugänglich. Genutzt wurde sie als Kinderheim. 1982 richtete ein Brand insbesondere im Französischen Bau große Schäden an, deren Behebung erst nach der Wiedervereinigung als thüringisch-bayerisches Gemeinschaftsprojekt in Angriff genommen worden war.
Am 25. Oktober 1994 übernahm die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die Veste Heldburg und setze die angefangenen Wiederherstellungs- maßnahmen, wie die Erneuerung der Dächer, die Wiederherstellung der verlorenen Zwischendecken und die Restaurierung der Renaissance-Erker, fort.

Geschichte der Veste Heldburg

Veste Heldburg von Westen
(C. Hagenguth)
Sog. Hexenturm (C. Hagenguth)
Kommandantenbau
(C. Hagenguth)
o./ u.:Französischer Bau  
(C. Hagenguth)
Amtsgebäude des ehem. Wirtschaftshofes der Veste Heldburg (C. Hagenguth)
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