Besucherinfo

Deutsches Burgenmuseum
(in Vorbereitung)

Veste Heldburg
Burgstr. 215
98663 Bad Colberg-Heldburg
Thüringen

Öffnungszeiten

April bis Oktober:
Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
November bis März:
Di - So 10.00 - 16.00 Uhr
Montag geschlossen

 

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Projekt Burgenmuseum

Ziele

Das Deutsche Burgenmuseum bietet Informationen
zu Burgen und Schlössern in Deutschland und im Ausland:

Es erläutert die Entwicklung der Burgen, die geschichtliche Bedingungen und das Leben in der Burg. Diese Informationen fehlen in vielen Burgen vor Ort.

Das Deutsche Burgenmuseum hat überregionalen Anspruch:

Es wird einen Überblick über die Entwicklung des Burgenbaus im deutschen Kulturraum und seines kulturellen und historischen Umfelds ermöglichen.

Im Mittelpunkt des Deutschen Burgenmuseums steht die Burg:

Gezeigt wird die Entwicklung und Nutzung dieser Bauwerke im Wandel der Zeiten. Burgen werden im Zusammenhang ihres früheren Lebens gezeigt. Die Darstellung der Lebenswelt in und mit Burgen ist ein wesentlicher Bestandteil des Museums.

Das Deutsche Burgenmuseum basiert auf neuester Forschung:

Das Deutsche Burgenmuseum wird neueste Erkenntnisse der Burgenforschung berücksichtigen und in seine Ausstellung einbeziehen. Es muss daher ständigen engen Kontakt zur Forschung halten.

Das Deutsche Burgenmuseum veranstaltet und bietet Raum
für Sonderausstellungen, Vorträge und Tagungen:

Ein vielseitiges kulturelles Angebot ergänzt das Programm des Museums und soll das Interesse des Publikums langfristig aufrechterhalten.

Zeitplan

März
2005
Gründung des Trägervereins
Mai
2007
Eröffnung der Infoausstellung zum Deutschen Burgenmuseum in der Veste Heldburg
2009 Beginn des Innenausbaus der Museumsräume
Juli-
Nov.
2010
Sonderausstellung »Die Burg - Burg und Herrschaft« im Deutschen Historischen Museum Berlin und »Die Burg - Mythos Burg« im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg
Sommer
2013
geplante Eröffnung des Deutschen Burgenmuseums auf der Veste Heldburg

Ausstellung

Größtes Ausstellungsstück ist die Heldburg selbst. Sie ist Beispiel für eine Burg des späten Mittelalters, die weitere Nutzung von Burgen zur Zeit der Renaissance und für die Burgenromantik im 19. Jahrhundert.

Die Architektur von Burgen lässt sich mit Modellen erklären, aber auch mit historischen Ansichten, Grafiken und einzelnen Bauteilen. Dazu gehören spektakuläre Objekte wie Kapitelle, aber auch einfache wie Backsteine, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.

Die Ausstellungsräume des Deutschen Burgenmuseums sollen vor allem Originale zeigen. Zur Demonstration des Lebens in einer Burg sind typische Möbel, Küchengeräte, Ess- und Trinkgeschirr, Werkzeuge und Gegenstände des täglichen Bedarfs vorgesehen. Historische Gemälde illustrieren zusätzlich das Leben in Räumen des späten Mittelalters.

Eine über 500 Jahre bestehende Burg wurde in Deutschland kaum mehr als dreimal belagert, also weniger als einmal im Jahrhundert. Die Burg war trotzdem auf Verteidigung eingestellt: So wird das Burgenmuseum Rüstungen, Pfeile, Bogen, aber auch Schilde und Belagerungsgerät und schließlich historische Abbildung zu Kämpfen und Belagerungen zeigen.

Gliederung

Vom Parkplatz aus sollen die Besucher den letzten Anstieg zur Burg zu Fuß machen können und auf Bildtafeln in das Thema Burg eingeführt werden.

Der mittelalterliche Torweg bildet den Haupteingang, die Renaissance-Einfahrt steht für Gehbehinderte zur Verfügung.

Im Torflügel (Kommandantenbau) befinden sich Museumskasse und Museums-Shop.

Der gegenüberliegende Heidenbau enthält einen Multimedia- und Veranstaltungsraum. In diesem Ausstellungsgebäude kann sich der Besucher über die wichtigsten Burgen in Mitteleuropa informieren und Methoden der Burgenforschung kennenlernen. Die spätmittelalterliche Bohlenstube bietet Gelegenheit, sich über die Heldburg selbst und ihre Geschichte zu informieren.

Von hier aus geht der Besucher in den Französischen Bau. Hier beginnt der chronologische Rundgang zu den Hauptepochen der Burgenentwicklung. Alle Epochenräume werden für die jeweilige Zeit besonders wichtige Fragestellungen darstellen, soweit möglich anhand originaler Ausstellungsstücke. Allerdings hat das Museum insoweit einen didaktischen Auftrag, dass auch wichtige Themen angesprochen werden, die sich nicht durch Originale erklären lassen.

Jede Hauptabteilung wird durch ein großes Modell einer möglichst beispielhaften Burg ihrer Zeit dargestellt, das auch Einblicke in die vom Menschen geprägte Landschaft um die Burg gibt. Um gegen die Vorstellung anzugehen, das Mittelalter sei ohne wesentliche Entwicklungen gewesen, wird das Museum bereits mit dem frühen Burgenbau aus dem 9./10. Jahrhundert beginnen und ein erstes größeres Gewicht auf Bauten des 11. Jahrhunderts legen.

Exemplarische Burgen für die jeweiligen Epochen könnten sein:

Frühes Mittelalter (500 – 1000)

  • Burg Sulzbach
  • Niederrheinischer Husterknupp
  • Schlössl bei Klingenmünster

Hohes Mittelalter (1000 – 1250)

  • stauferzeitliche Wartburg
  • Burg Büdingen/Hessen

Spätes Mittelalter (1250 – 1500)

  • bischöfliche Burg mit gotischem Hohen Schloss, Füssen/Allgäu
  • Burg Marburg im Ausbauzustand des 15. Jahrhunderts

Renaissance (1500 – 1625)

  • Veste Heldburg
  • Schloss Neuhaus bei Paderborn

Historismus (1780 – 1920)

  • Veste Heldburg
  • Ausbaupläne für die Hochkönigburg/Elsass