Standort Heldburg
Vorzüge der Heldburg
Die Veste Heldburg ist ein hervorragender Standort für das Deutsche Burgenmuseum. Sie liegt am Südrand des Thüringer Waldes an der Deutschen Burgenstraße. In der Region befinden sich mit den Vesten Coburg, Kronach und Henneberg weitere eindrucksvolle Burganlagen.
Bereits vor der Gründung des Deutschen Burgenmuseums wurde sie von mehr als 20.000 Besuchern im Jahr besichtigt.
Die Heldburg befindet sich im Eigentum der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und verfügt mit mehr als 3.000 m² freier Ausstellungsfläche über genügend Raum für ein überregionales Museum.
Die Verkehrsanbindung wird durch die neuen Autobahnen A 71 (Würzburg – Schweinfurt – Erfurt) und A 73 (Nürnberg – Coburg – Erfurt) erleichtert.
Geschichte der Veste Heldburg
Am Anfang des 14. Jahrhunderts war die Burg im Besitz der Grafen von Henneberg-Schleusingen und diente als Amts- und Gerichtssitz, nachdem das regionale Machtzentrum auf Burg Struphe (heute: Burgruine Straufhain bei Streufdorf) aufgegeben wurde. 1374 fiel die Veste Heldburg an die Wettiner. Johann Friedrich der Mittlere ließ sie ab 1560 durch den Renaissance-Baumeister Nikolaus Gromann, der auch am Weimarer Schloss gearbeitet hat, zur herzoglichen Residenz ausbauen.
Nach mehreren Eroberungen und Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Heldburg neu befestigt und 1776 Residenz der ernestinischen Herzöge von Sachsen-Hildburghausen und schließlich 1871 Eigentum des Meininger Fürstenhauses. Herzog Georg II. ließ sie 1874-1898 umfassend erneuern und bewohnte sie ab Mai 1877 zeitweise mit seiner Gemahlin Freifrau von Heldburg. Von 1926 bis 1945 war Herzogin Clara Maria von Sachsen-Meiningen letzte Herrin auf der Veste Heldburg.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Veste Heldburg im Grenzgebiet der DDR. In der Zeit von Anfang 1948 bis Ende 1949 befand sich in den Räumen der Veste das Amtsgericht Heldburg. 1951 wurde die Burg ausgeräumt und bis 1982 ein Kinderheim darin untergebracht. Am 7. April 1982 beschädigte ein Großbrand den sogenannten Französischen Bau stark und vernichtete die gesamte Innenausstattung der Wohnräume und des großen Festsaales. An eine Bausicherung oder einen Wiederaufbau war nicht zu denken.
Am 25. Oktober 1994 wurde die Veste Heldburg von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten übernommen. Seitdem sind aufwendige Wiederaufbaumaßnahmen vorgenommen worden. Der Französische Bau wurde wiederhergestellt und die beiden Renaissance-Erker restauriert. Alle Dächer wurden erneuert. Die Bauarbeiten dauern noch an.





