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Chronik

Vergangene Ausstellungen und Veranstaltungen

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3. Oktober 2020 bis 25. April 2021

Die Veste Heldburg im Wandel der Zeit 30 Jahre Wiedervereinigung

Fotografien des privaten Heldburger Sammlers Walter Bauer erzählen die Geschichte der Veste Heldburg in den vergangenen Jahrzehnten. In jüngster Vergangenheit beherbergt die Veste zeitweise das Amtsgericht Heldburg, die Kommandantur sowjetischer Truppen und zuletzt auch ein Kinderheim. Nach dem verheerenden Brand des Französischen Baus 1982 lag die Burg in Teilen als Ruine brach.

Erst Dank der thüringisch-bayerischen Kooperation 1990 kam es zum Wiederaufbau. Dabei ist die Initiative des im selben Jahr gegründeten Fördervereins Veste Heldburg e. V. nicht zu unterschätzen, der sich bis heute maßgeblich für den Erhalt der Burganlage einsetzt. Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, in deren Besitz die Burg überging, führte vier Jahre später die Sanierungsmaßnahmen fort. Durch den Ausbau war es dem Deutschen Burgenmuseum im September 2016 möglich, seine Tore für Publikum zu öffnen.

Neben den Fotografien wird ein eigens für die Ausstellung produzierter Film mit Zeitzeugenberichten zu sehen sein, der die Zeit nach dem Brand und die Gründung des Fördervereins vor 30 Jahren beleuchtet.


Konzept, Idee, Kuration: Dr. Adina C. Rösch

Ausstellungsgestaltung: Björn Chilian

30. April 2020 bis 25. April 2021

Steinreich oder auf den Hund gekommen? Redewendungen des Mittelalters

Jedermann kennt sie, jeder benutzt sie: Sprichwörtliche Redensarten sind fester Bestandteil des täglichen Sprachgebrauchs. Abhängig vom Alter greift man häufiger oder weniger oft auch Sprichwörter und Redensarten zurück, um Behauptungen oder Ansichten sprachlich zu bekräftigen. Dabei können Sprichwörter von Region zu Region und von Land zu Land verschiedene Varianten ausbilden. Im Deutschen zum, Beispiel „verderben“ viele Köche den Brei im Niederländischen „versalzen“ sie ihn. Dass viele heute noch gebräuchlichen Sprichwörter und Redewendungen ihre Wurzeln im Mittelalter haben beziehungsweise aus vorliterarischer Zeit und auch teilweise sogar aus der Antike stammen, ist den Wenigstens bekannt. Daher wundert es nicht, dass auch das Wissen um die Bedeutung von Sprichwörtern und sprichwörtlichen Redensarten weitestgehend abhandengekommen ist. Besitzt jemand ein stattliches Vermögen, wird er gerne als „steinreich“ betitelt. Steht jemand jedoch vor dem finanziellen Ruin, ist er „auf den Hund gekommen“. Doch warum ist das so? Das klärt die Ausstellung im Deutschen Burgenmuseum auf. Anhand ausgewählter Beispiele mittelalterlicher Redewendungen, die Bezug auf die Veste Heldburg oder die Exponate des Deutschen Burgenmuseums nehmen, werden die Bedeutung der Sprichwörter und ihre Herkunft aufgedeckt.

 

 

Konzept, Idee, Kuration: Dr. Adina C. Rösch

Ausstellungsgestaltung: Björn Chilian

27. November 2020

Vor Ort zum DENKOrt

„Vor Ort zum DENKOrt – Thüringer Orte der Repression, Opposition und Zivilcourage in der DDR“ ist ein Bildungs- und Forschungsprojekt, welches vom Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThürAZ) in Kooperation mit der Thüringer Staatskanzlei durchgeführt wird und sich dieser Tradition des zivilgesellschaftlichen Engagements verpflichtet fühlt. In das DENKOrte-Projekt sollen insbesondere diejenigen Orte im ländlichen Raum und kleinstädtischem Bereich Eingang finden, die bisher noch nicht im Gedächtnis der Bevölkerung vor Ort verankert sind und an denen die Geschichte repressiven, widerständigen und zivilcouragierten Handelns während der Zeit der DDR vermittelt werden kann. Neben der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diese Orte, sollen die DENKOrte langfristig und nachhaltig zu kulturellen Begegnungsorten und/ oder außerschulischen Lernorten entwickelt werden. Das DENKOrte-Projekt sieht zudem die Markierung aller projektrelevanten Orte vor, um die einzelnen Orte und deren Bedeutung ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Im Projektzeitraum 2020 bis 2022 ist die Entwicklung von 9 DENKOrten angedacht, darunter die Veste Heldburg mit dem Themenfeld Heimerziehung. Kern der Erarbeitung ist die Aufarbeitung der Geschichte der Veste Heldburg als DDR-Kinder-/Sonderschulheim (1954–1982). Mit der Entwicklung der Veste Heldburg zu einem DENKOrt ist das Ziel verbunden, die Kinderheimgeschichte zu enttabuisieren, Verständnis herzustellen und die Nutzung der Veste als Kinder- bzw. Sonderschulheim, in einem sensibel gestalteten Raum zu erzählen.

 

 

Im November 2020 widmet das Deutsche Burgenmuseum in Kooperation mit dem Archiv für Zeitgeschichte Thomas Domaschk dem Thema ein Symposium – gefördert durch die Thüringer Staatskanzlei, die Bundesstiftung Aufarbeitung und die Initiative Rodachtal.

Referent*innen:

  • Dr. Adina Christine Rösch
    Direktorin Deutsches Burgenmuseum
    Begrüßung und Einführung
  • Dr. Franz Nagel
    Öffentlichkeitsarbeit Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
    Beitrag: Einordnung der Geschichte der Anlage
  • Dr. Maria Pretzschner
    Museumspädagogin Festung Königstein GmbH
    Kuratorin der Sonderausstellung „Der Jugendwerkhof auf dem Königstein, 1949-1955“
    Vortrag: Umgang mit Geschichte (Kinderheimgeschichte) und Lernen am historischen Ort
  • Peter Wensiersky
    Dokumentarfilmer, Fernsehjournalist, ab 1979 Journalist in der „Berliner Arbeitsgemeinschaft für kirchliche Publizistik“, berichtet bis 1984 als Reisekorrespondent aus der DDR; 2006 Veröffentlichung von „Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik“
    Vortrag: Ost-West; Kinderheime in der Bundesrepublik; Ins-Gespräch-Kommen mit ehemaliger Heimkindern und Erzieher:innen
  • Prof. Dr. phil. Beate Mitzscherlich
    Professorin an der Westsächsischen Hochschule Zwickau für Pädagogische Psychologie und Ethik im Gesundheitswesen
    Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs; Fallstudie „Sexueller Kindesmissbrauch in Institutionen und Familien in der DDR“.
    Vortrag: Sexueller Missbrauch in DDR-Institutionen, insbesondere in Heimen und Jugendwerkhöfen; doppeltes Eingeschlossensein
  • Dr. Anke Geier
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)
    Vortrag: DDR-Grenzregime; Kinderheim Veste Heldburg im Grenzgebiet
  • Manfred May
    Bildender Künstler und Kurator sowie Ansprechpartner im Bürgerkomitee des Landes Thüringen e.V. für den Kreis Betroffener der DDR-Heimerziehung
    Vortrag: Ost-West; Kinderheime in der DDR; Ins-Gespräch-Kommen mit ehemaliger Heimkindern und Erzieher:innen
  • Prof. Dr. Ruth Ebbinghaus
    FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie; Begutachterin von Traumafolgestörungen
    Vortrag: Folgen von Gewalt und Missbrauch der Heimerziehung BRD 1949-1975 // DDR 1949-1989. Einwirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung, soziale und psychische Folgen, Hilfsangebote; begutachtete auch ehemaliger Heimkinder der Veste Heldburg
  • Christine Bergmann
    s
    eit 2016 Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

August 2020

Katrin Göring-Eckhardt zu Besuch im Deutschen Burgenmuseum

Die Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen Katrin Göring-Eckhardt war zu Besuch auf der Veste Heldburg. Zusammen mit Parteikollegen und Museumsleiterin Dr. Adina Rösch und Bürgermeister Christopher Other wurde über die Corona-Krise und Kultur im ländlichen Raum debattiert. Für das Deutsche Burgenmuseum ist Corona gleichzeitig Fluch und Segen. Wie bei allen Museen sind Besucherzahlen insbesondere durch den Lockdown eingebrochen. Nach der Wiedereröffnung der Museen verzeichnet das Museum gute Werte, da die Besucher*innen nun gerade die idyllische Lage des Museums schätzen, wo man sich frei bewegen kann.

1. September bis 31. Dezember 2019

Heldburger Impressionen
Mirjam Gwosdek malt eine Stadt

Hoch über der Stadt Heldburg thront die gleichnamige Veste und prägt so das Ortsbild. Die thüringische Kleinstadt ist aber mehr als ihre Burg. Der denkmalgeschützte Stadtkern, die historischen Bürger- und Fachwerkbauten sowie weitläufige Hofanlagen machen die Stadt zu einem geschichtsträchtigen Kleinod inmitten des fränkischen Hügellands.

 

Die pittoreske Schönheit des Ortes, die nicht zuletzt auf den zahlreichen bis heute erhaltenen, historischen Gebäuden gründet, wird von der Künstlerin Mirjam Gwosdek in ihren Arbeiten auf Papier und Leinwand eingefangen. Warum Mirjam Gwosdek als gebürtige Kronacherin gerade Heldburger Motive malt, liegt an den langjährigen Beziehungen zu dem Ort und seinen Menschen. Die über die Jahre gewachsenen Freundschaften haben der Künstlerin die Stadt nähergebracht und sie zu ihrem umfassenden Konvolut Heldburger Ansichten inspiriert.

 

Ihr besonderer Blick fürs Detail macht jede Stadtansicht zu etwas Besonderem. Durch versierte Komposition enthüllt sie manches versteckte Detail und unterstreicht gleichzeitig die Schönheit des Alltäglichen. Dabei greift sie auf unterschiedliche künstlerische Methoden zurück – auf das Malen mit Acrylfarben, das Radieren mit einer Nadel oder das Komponieren mit zarten Aquarellfarben. Die Arbeiten, die dabei entstehen, fangen kurze Momente und jahreszeitliche Stimmungen ein – vom besinnlichen Winter mit leisen fallenden Schneeflocken bis hin zum strahlenden Sommer mit sattgrünen Wiesen.

Konzept, Idee, Kuration: Dr. Adina C. Rösch

Heldburger Stadttor

Lulita Schwenk, Direktorin Dr. Adina Rösch, Künstlerin Mirjam Gwosdek, Bürgermeister Christopher Other

7. Juli 2019

Autor Henning Ahrens zu Besuch auf der Veste Heldburg

„Im Hinterland der Natur liegt die Provinz, aber die Natur der Liebe, wie wir wissen, ist überall gleich.“ Der preisgekrönte Autor Henning Ahrens, der zuletzt den Bremer Literaturpreis gewann, stellte seinen Roman „Tiertage“ in Verbindung mit seinem „Provinzlexikon“ im Rahmen einer Lesungvor. Bei seiner Lesung gibt er sowohl unterhaltsame als auch hintergründige Einblicke in das überaus facettenreiche Leben auf dem Land.

 

Als Sohn eines Landwirts hat der Autor seine Erfahrungen mit dem Landleben gemacht, die auch in seine Bücher einfließen. So liefert ein Dorf in der deutschen Provinz die Kulisse für seinen Roman „Tiertage“, in dem ein verliebter Hase, Mr. Allyours, mit seinem Freund, dem Reiher Fledgling McFeather versucht, einem Tiermörder aufzuspüren. Dass redebegabte Tiere neben Menschen in dem Roman auftauchen, erzeugt eine ironisch-realistische Atmosphäre, die durch eine gekonnt verspielte, temporeiche Sprache untermalt wird.

8. Juni bis 18. August 2019

STEIN AUF STEIN Die Basis der Macht

Höhenburgen thronen hoch auf Bergen und verkörpern durch ihre exponierten Standorte und ihre imposanten Bauweisen damals wie heute das Gefühl von Macht. Die prachtvollen Bauwerke wie Schloss Heidelberg, die Limburg oder die Nürnberger Burg sind weithin bekannt. Doch worauf sind diese Burgen gebaut? Die Gesteine, auf denen sie stehen, sind weit weniger populär als die prominenten Bauwerke, die sie tragen. Aus diesem Grund widmet sich diese Ausstellung der wahren Basis von Burgen und beleuchtet, welche Gesteine sich als Baugrund eignen und welche Eigenschaften sie mitbringen müssen, um diese imposanten Bauwerke zu tragen. Dabei steht der Phonolith im Vordergrund, also jenes Vulkangestein, auf dem auch die Veste Heldburg errichtet wurde und dessen Ausformungen das Heldburger Land prägen.

 

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Museum Reich der Kristalle München.

Konzept: Prof. Dr. Melanie Kaliwoda

Idee: Dr. Adina C. Rösch

Juni 2019

Die Veste Heldburg als ANKER-Modell

Mit dem handgefertigten Modell der Veste Heldburg, dass die Ankerstein GmbH in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Burgenmuseum entworfen hat, wird die imposante Burg im Süden Thüringens begreifbar. Das Erwachsen der Burg, Gebäudeteil für Gebäudeteil, aus 86 Ankersteinen, ist ein besonderes Erlebnis – auch aufgrund der besonderen Eigenschaften der Ankersteine: Angefangen mit dem unverwechselbaren Geruch nach Leinöl beim Öffnen der Holzschachtel, dem meditativen Gefühl der kühlen, glatten Steine in den Händen, bis hin zur Freude, den letzten Stein als Turmhelm auf das fertige Burgmodell zu setzen. Das Burgmodell ist aber nicht nur Spielzeug, sondern vielmehr auch begehrtes Sammlerobjekt.

25. Mai 2019

Ministerpräsident Bodo Ramelow wandert auf die Veste Heldburg

Auf Einladung des hiesigen Kreisverbandes der LINKEN wanderte Ministerpräsident Bodo Ramelow von Heldburg aus auf die gleichnamige Veste. Unterwegs gab es Ausführungen zum naturnahen Waldumbau im Bereich des Forstamts Heldburg. Die Wanderung führte bis zum Deutschen Burgenmuseum, wo der Ministerpräsident und seine Mit-Wanderer von Bürgermeisterin Katja Kieslich und Direktorin Dr. Adina Rösch in Empfang genommen wurde.  

19. Mai bis 18. August 2019

Prunk und Pracht
Thüringer Schlösser und zeitgenössische Kunst im Dialog

Die Ausstellung „Prunk und Pracht ‑ Thüringer Schlösser und zeitgenössische Kunst im Dialog“ verwandelte die Veste Heldburg in einen Schauplatz an dem Geschichte und Moderne aufeinandertreffen.

Dass die Kunstwerke mit dem Ausstellungsort in Dialog treten, ist im Fall der Heldburg wörtlich zu nehmen. Die Arbeiten der 18 teilnehmenden Künstler*innen reflektieren nicht nur die Pracht des Bauwerks, sondern stellen auch Verknüpfungen zu Ausstellungsinhalten her. Dabei treffen Zufall und Kalkül zusammen, denn manches Mal ergänzen die Werke die Museumsausstellung, ein anderes Mal intervenieren sie.


Gezeigt wurden Werke von Petra Arndt, Clivia Bauer, Susanne Besser, Mario BieRende, Udo Eisenacher, Ekkehard Franz, Ute Herre, Barbara Klose, Henry Knye, Karsten Kunert, Rolf Lindner, Bettina Schünemann, Wolfgang Schwarzentrub, Benedikt Solga, Philipp Valenta, Karien Vervoort, Marion Walther und Ute Wolff-Brinkmann.


Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Verband bildender Künstler Thüringen und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.

Kuration: Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland, Dr. Adina C. Rösch

7. April bis 5. Mai 2019

Spurensuche
Rätsel um das älteste Wandgemälde in einem deutschen Museum aufgeklärt!

Aufmerksam gemacht durch die im Museum stattgefundene Tagung „Unbekannte Romanik“, entdeckte der Doktorand Fabian Brenker bei Recherchen den Verweis zu einem archäologischen Bulletin von 1909, das das Gemälde beschreibt, abbildet und vor allem seinen Herkunftsort benennt. Die mittelalterliche Darstellung, welche die Autoren Clément und Hallopeau mit den Kreuzzügen in Verbindung bringen, schmückte einst die heute profanierte Pfarrkirche von Artins. Die kleine französische Gemeinde befindet sich in der Region Centre-Val de Loire.

 

Die Ausstellung beleuchtet in diesem Zusammenhang die Strappo-Technik, die es Fachleuchten ermöglicht hat, das Gemälde von den Kirchenwänden abzunehmen und auf eine neues Trägermedium zu übertragen. Vertiefte Einblicke in das Thema gewährt zudem eine Dokumentation zur Restaurierung des Gemäldes, die FH Erfurt dem Deutschen Burgenmuseum anlässlich der Ausstellung überlässt. Dass das Wandgemälde nebst einem kleinen Konvolut überhaupt restauriert werden konnte, ist der finanziellen Unterstützung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung, den Freistaat Thüringen und die Bundesrepublik Deutschland zu verdanken.

Kuration: Prof. Dr. Christoph Merzenich

Idee: Dr. Adina C. Rösch

27. April bis 30. Juni 2018

Romanische Ritterschlacht – Ältestes Wandgemälde in einem deutschen Museum

Seit Mitte April kann im Deutschen Burgenmuseum das wohl älteste mittelalterliche Wandgemälde in einem deutschen Museum besichtigt werden. Das romanische Wandgemälde einer „Ritterschlacht“ (um 1200) entstammt wahrscheinlich einer Burg. Es wurde vor rund 100 Jahren an einem unbekannten Ort abgenommen und kam auf verschlungenen Pfaden ins Museum.

 

Nach umfangreicher Restaurierung wird es in der Sonderausstellung erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Mit einer Länge von 7 Metern und einer Höhe von 3 Metern ist es das größte Ausstellungsobjekt im Burgenmuseum. Faksimiles wertvoller mittelalterlicher Handschriften runden die Präsentation ab.

 

Team:
Konzept: Prof. Dr. A. Grebe, Prof. Dr. G.U. Großmann
Restaurierung Wandmalerei: N. Wörner M.A., Prof. Dr. Ch. Merzenich (FH Erfurt)

17. September 2018

Das Deutsche Burgenmuseum begrüßt
Dr. Adina Christine Rösch als erste hauptamliche Leiterin

Ziemlich genau zwei Jahre nach seiner Eröffnung (am 8. September 2016) wird Dr. Adina Christine Rösch die erste Direktorin des Deutschen Burgenmuseums – das bislang kommissarisch geleitet wurde.

 

Der „Staffelstab“ wird von Prof. G. Ulrich Großmann, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums, an die promovierte Kunsthistorikerin weitergereicht.

 

28. Juni bis 5. November 2017

Ein feste Burg ist unser Gott – Luther und die Burgen

„Ein feste Burg ist unser Gott“ – Luthers provozierende Gleichsetzung von Gott und Burg ist das bekannteste protestantische Kirchenlied. Fast 500 Jahre nach seiner Entstehung ist seine Wirkmacht ungebrochen. Die Ausstellung widmet sich der Entstehung und der Wirkungsgeschichte von der Lutherzeit bis heute und beleuchtet Luthers persönlichen Bezug zu Burgen.

 

Originale Handschriften, Bilder, wertvolle Graphiken, Hörstationen und Multimedia-Installationen machen auf die globale Bedeutung von „Ein feste Burg ist unser Gott“ aufmerksam. Sie regen zum Nachdenken über eigene Sichtweisen und Reaktionen auf das Luther-Lied an.

 

Heldburg und das Rodachtal besitzen enge Bezüge zur Reformation. Der Burgherr der Heldburg zur Luther-Zeit, der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise, war der wichtigste Förderer des Reformators. Die Veste ist seit 2012 Station des Lutherwegs Thüringen-Bayern. Die Ausstellung im Rahmen des Reformationsjubiläums wird von der Bundes- sowie der Thüringischen Landesregierung, der Initiative Rodachtal und privaten Sponsoren gefördert.

 

Team:
Konzept: Prof. Dr. A. Grebe, Prof. Dr. G.U. Großmann
Ausstellungsplanung: Th. Kaiser, J. Müller
Ausstellungsbau: Firma Fairnatic
Medientechnik: R. Büsch, J. Müller